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Weingut-Porträt: Ziereisen
in Efringen-Kirchen
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Auszüge aus unseren Verkostungsnotizen
2002er Grauburgunder
In der Nase Akazienhonig, Tabak und Marzipan, gepaart mit reifer
Birne; am Gaumen gut eingebundene Säure, dezent mineralisch,
Marzipan im Hintergrund und eine feine Fruchtnote, sehr schön
ausbalanciert.
2001er Grauburgunder und Chardonnay
Anfangs zurückhaltendes Bukett - kann eine Karaffe vertragen
- nach frischem Brot, mit schmelziger Sahne und mineralischen
Tönen. Am Gaumen saftig, reife Säure, feine nussige
Aromen gepaart mit reifen Zitrusfrüchten, mit Schmelz.
2002er Spätburguder QbA
Schon der "einfache" Spätburgunder zeigt die Stärken
der Ziereisenschen Roten, die in den höheren Kategorien immer
intensiver zum Tragen kommen: In der Nase getrocknete Kräuter,
kühle Minznote, Walnuss und "Unterholz". Am Gaumen
kräftige aber angenehme Säure, Aromen wie im Bukett,
satte Tanninstruktur, im Abgang Bitterschokolade.
2001er Spätburgunder "Tschuppen"
Traditionell burgundische Nase, mit Aromen von Dörrobst und
Kräutern. Wie alle Spätburgunder von Ziereisen nicht
auf Primäraromatik konzentriert, das Gegenteil einer Fruchtbombe.
Am Gaumen noch verschlossen, wirkt schlank und rassig, mineralisch,
im Abgang Bitternoten.
2001er Spätburgunder "Schulen"
In der Nase zurückhaltend, reife rote Früchte, Rumtopf,
wieder getrocknete Kräuter. Am Gaumen sehr dicht, schöne
Säure, reife Tannine, im Abgang Bitterschokolade und Walnuss,
hohes Potential.
2001er Spätburgunder "Rhini"
In der Nase noch karg und zugeknöpft, fast grünlich,
kalkig, etwas rote Kirsche. Am Gaumen dicht, mineralisch, tolle
Tanninstruktur, sehr lang. Man schmeckt sein großes Potential,
und auch von früheren Jahrgängen wissen wir, daß
der "Rhini" noch weit von seinem Höhepunkt entfernt
ist. Ein großer Wein, der erst in vier, fünf Jahren
beginnen wird, sich wirklich zu entfalten.
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