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Neues über Wein aus dem Markgräflerland - Juli 04
Verheerende Hagelschäden
Herbster in den Kaiserstuhl
Gold für Auggen
Zweiter Platz für Schlumberger
Ausgezeichnete Bioweine 2004
Selection wählt Sommerwein
WG-Fusion
Kundenweinberg in Laufen
Zenzen im Ruhestand
Termine
Der aktuelle Kommentar:
Pokal mit Zweifeln
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Verheerende Hagelschäden
Wie Schnee lagen die Hagelkörner am Morgen des 7. Juli in
dicken Schichten an vielen Stellen des nördlichen Markgräfler
Landes. Im Schneckental zwischen Kirchhofen und Pfaffenweiler
sahen die Rebhänge von weitem aus wie Anfang Mai - ein wenig
Grün schien zwischen den Drähten und Pfosten der Anlagen
hervor. Aus der Nähe ergibt sich an vielen Stellen ein völlig
katastrophales Bild: Kahle Stengel, Trauben und Blätter am
Boden. Zwischen Freiburg-St. Geogen und Müllheim sind 1800
Hektar betroffen, rund als 60 Prozent der Markgräfler Rebfläche.
Der Hagel war mit einem heftigen Sturm gekommen, was seine verheerende
Wirkung noch steigerte.
Nach Auskunft von Hansjörg Stücklin vom Freiburger Landwirtschaftsamt
sind 800 Hektar zu 80-100 Prozent zerstört, 700 Hektar zu
50 bis 80 Prozent. "So etwas habe ich in zwanzig Jahren noch
nie gesehen", erklärt der für die Region zuständige
Weinbauberater. "Zum momentanen Verlust kommt hinzu, daß
die Winzer, auch wenn sie alle Trauben verloren haben, weiter
in den Reben arbeiten müssen. Die geschwächten Reben
bedürfen sogar besonders intensiver Pflege, damit sie sich
erholen und den nächsten Winter überstehen können."
Besonders hart sind einige Winzer in Kirchhofen, Ehrenstetten
und Staufen getroffen, die schon im vergangenen Jahr große
Verluste durch Hagel zu beklagen hatten. nach oben
Herbster an den Kaiserstuhl
Franz Herbster war bis Juni 2004 als Geschäftsführer
des Ehrenstetter
Winzerkellers federführend für den Aufstieg
seines Betriebs zu einer der besten WGs der Region und in ganz
Deutschland verantwortlich. Mit seinem Qualitäts- und Markenkonzept
hat er Zeichen gesetzt die Winzergenossenschaft weit nach vorne
gebracht. Darüber hinaus hat er mit seinem Engagement für
den Gutedelcup und den Markgräfler Wein e.V. viel für
den Markgräfler Wein insgesamt geleistet. Seit Anfang Juli
ist er Geschäftsführer des Weinguts Fischer in Nimburg
(Kaiserstuhl), das vor einigen Jahren in den Besitz der Familie
Heger aus Ihringen übergegangen ist.
Seinem Wechsel gingen in Ehrenstetten Meinungsverschiedenheiten
mit Vorstand und Genossen über sein Geschäftskonzept
- die Etablierung des Winzerkellers als Lieferant hochklassiger
Weine - voraus. Man hatte ihm unter anderem vorgeworfen, einen
zu hohen Marketingaufwand zu betreiben; sein Nachfolger soll jetzt
vor allem die Kosten senken. Bis zur nächsten Jahresversammlung
im kommenden Januar bleibt Herbster vorerst Vorsitzender des Markgräfler
Wein e.V.; hier ist noch kein Nachfolger in Sicht. In jedem Fall
verliert das Markgräflerland seinen vielleicht engagiertesten
Streiter für Qualität und Ruf der hiesigen Weine. nach oben
Gold für Auggen
Bei der internationalen Wein-Verkostung "Challenge international
du Vin" 2004, die jedes Jahr in Frankreich stattfindet, errang
die Winzergenossenschaft Auggen mit dem 2002er Auggener Schäf
Chardonnay Auslese trocken Barrique die Goldmedaille. Eine Silbermedaille
gab es für den 2000er Auggener Schäf Weißburgunder
Beerenauslese. Insgesamt wurden über 4.700 Weine aus 31 Ländern
angestellt. nach oben
Zweiter Platz für Schlumberger
Der Grauburgunder Kabinett trocken (2003) des Laufener Weinguts
H. Schlumberger erreichte bei der Finalverkostung der Zeitschrift
"Capital" den zweiten Platz bei den Grauburgundern.
30 Tester verkosteten insgesamt 900 deutsche Spitzenweine in 19
Kategorien.
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Ausgezeichnete Bioweine 2004
Die besten badischen Bioweine des Jahres 2004 wurden von einer
unabhängigen Jury ermittelt. Eingeteilt und verkostet wurden
die Badischen Bioweine des Jahres 2004 nach ihrer Eignung zur
Begleitung eines Menüs. Unter mehr als 180 Weinen aus ökologischem
Anbau wurden 21 Bioweine und -Sekte prämiert. Besonders freuen
durfte sich über die Auszeichnungen in diesem Jahr Daniel
Feuerstein in Heitersheim: Gleich drei Auszeichnungen entfallen
auf den Markgräfler Biowinzer.
In der Kategorie "Kräftige, fruchtige Weißweine
(vegetarische Gerichte, zweite Vorspeise Fisch, Geflügel
und Kalb)" wurden sein 2003er Grauburgunder Spätlese
trocken und sein 2003er Muskateller Spätlese trocken zu Weinen
des Jahres gekürt. Beim "Sonderpreis pilzwiderstandsfähige
Rebsorten" wurde sein 2002er Regent Rotwein trocken ausgezeichnet.
Gerd Köpfer aus Grunern belegte bei den "Leichten, trockenen
Rotweinen (Hauptgang, mit Fleisch oder gebratenem Fisch, Nudelgerichte)"
den Spitzenplatz mit seinem 2000er Spätburgunder Rotwein
trocken vom Ballrechter Castellberg.
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Selection wählt Sommerwein
Bei der Verkostung 2004 der Zeitschrift Selection (Ausgabe 4.Juni
2004) wurde der Sauvignon Blanc Spätlese trocken Laufener
Altenberg des Weingutes Probst in Grunern aus 1500 getesteten
Weinen mit vier Sternen ausgezeichnet und zum "Sommerwein"
gekürt. Verkostungsnotiz : Feine Cassisnote, sehr fruchtig,
rund, geschliffen, großer Wein.
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WG-Fusion
Die Bezirkskellerei Efringen-Kirchen und die Winzergenossenschaft
Ballrechten-Dottingen haben am 5. Juli überraschend ihre
bevorstehende Fusion verkündet. De facto schluckt damit die
größte WG des Weinbaugebiets (Efringen-Kirchen) eine
der kleineren Genossenschaften. Die Bezirkskellerei baut ihre
Marktposition weiter aus und schafft sich mit einem Schlag neue
Lagerkapazitäten - in Efringen-Kirchen wurde der Platz langsam
knapp. Die Traubenannahme für Ballrechten-Dottingen soll
weiterhin dort erfolgen, der Ausbau der Weine aber in Efringen-Kirchen.
In Ballrechten-Dottingen werden deshalb einige Arbeitsplätze
im Keller wegfallen.
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Kundenweinberg in Laufen
Am 17. April hat die WG Laufen ihren zweiten "Kundenweinberg"
mit 25 Ar Rebfläche angelegt. 116 Anteilseigner hatten sich
im Herbst einen oder mehrere Anteilscheine für je 150 Euro
gekauft und damit sechs Gutedel- und sechs Spätburgunder-Rebestöcke
erworben. Zwanzig Jahre lang gehören nun die neu gepflanzten
Reben ihnen. Ab dem vierten Jahr nach der Pflanzung erhalten sie
jährlich je vier Flaschen Gutedel und Spätburgunder
pro Anteil.
"Das entspricht einer Rendite von 30 Prozent", erklärt
Geschäftsführer Hilmar Czwartek augenzwinkernd, denn
weder er noch die Teilhaber schauen vorrangig auf Heller und Pfennig:
"Menschen aus ganz Deutschland haben Anteile erworben. Sie
kommen zur Pflanzung und haben direkten Kontakt zu dem Winzer,
der ihren Weinberg betreut. Wir laden sie zu Laubarbeiten und
zu der Lese ein - wir haben es hier also einen aktiven Fanclub
für Laufen und den Markgräfler Wein zu tun." Vor
zwei Jahren hatte die WG ihren ersten Kundenweinberg gepflanzt.
Damals waren die Anteile innerhalb von drei Tagen ausverkauft. nach oben
Zenzen im Ruhestand
Nach 38 Jahren Betriebszugehörigkeit ist der Kellermeister
der WG Britzingen, Hermann Zenzen Anfang Juli in den Ruhestand
getreten. Unter seiner Ägide hat sich die WG zu einer der
erfolgreichsten der Region entwickelt. Zahlreiche Preise und Auszeichnungen
schmücken sein Werk und das Angebot der Britzinger Genossenschaft,
die mit ihren Weinen auch uns überzeugt hat.
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Der aktuelle Kommentar: Pokal mit Zweifeln
Der 8. Gutedelcup wirft einige Fragen auf.
Lesen sie hier unsere kritischen Anmerkungen zur Wettbewerbsverkostung 2004.>>
Weitere Details und die Ergebnisse des Gutedelcups finden Sie
in der Pressemitteilung des Markgräfler Wein e.V.>>
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Termine
16. - 18.07.2004
Wein- und Sektfestival
Schloß Ebringen
17.7.2004, ab 18.00 Uhr
7.Sektfestival
Park der Bezirkskellerei Markgräflerland
Efringen-Kirchen
23. 7. 2004
Große Britzinger Weinprobe
Neuenfelshalle, WG Britzingen
23. - 25.7.2004
traditionelles Hoffest
Weingut Lämmlin-Schindler
Schliengen-Mauchen
24. - 26. 7.2004
Britzinger Winzerfest
WG Britzingen
30.7. - 2.8.2004
Markgräfler Weinfest
Staufen
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