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Neues über Wein aus dem Markgräflerland - November 04

 


TBA mit reichlich Oechsle

Zwei Trauben für Fritz Waßmer
Herbst in Laufen
Saisonbericht vom Weingut Ziereisen
Winzer-Porträt: Hermann Dörflinger
Termine

 

TBA mit reichlich Oechsle

Der nasse Oktober hat es nicht unbedingt erwarten lassen, trotzdem wurden hier und da auch vielversprechende Edelsüße gelesen. Bei Weingut Ziereisen, Efringen-Kirchen, waren es ein Weißer Burgunder mit 156°Oechsle und ein Grauer Burgunder mit 178°Oechsle."Wir haben am 15.11. gelesen, dabei sehr selektiv sortiert, also alles was keine saubere Botrytis war, wurde weggeschnitten", erläutert Hanspeter Ziereisen.

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Zwei Trauben für Fritz Waßmer

Der Gault Millau 2005 sieht das Weingut Fritz Waßmer (Bad Krozingen–Schlatt) als Aufsteiger des Jahres. Er überzeugte die Redaktion "mit einer Kollektion, die ihm auf Anhieb zwei Trauben bescherte". Bei der Vorstellung der neuen Ausgabe in Stuttgart wurden ein Muskateller und ein Spätburgunder des Markgräfler Winzers zum Festmenü ausgeschenkt.

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Herbst in Laufen
Ein Bericht unseres Mitarbeiters Alexander Mittlmeier, der eine Winzerausbildung beim Weingut H. Schlumberger in Laufen absolviert:

Der "Jahrhundertjahrgang" 2003 ist noch in aller Munde, da kommt auch schon der nächste in die Keller. Wird der neue ein würdiger Nachfolger sein?

Auch 2004 hatten die Nord-Markgräfler zwischen St. Georgen und Müllheim ein Jahrhundertereignis: Den Hagelschaden vom 8. Juli. Die Schäden sind weiterhin sichtbar und werden die Winzer insbesondere beim Rebschnitt herausfordern. Die verbliebenen Trauben jedoch sind nicht der Fäulnis zum Opfer gefallen, sondern haben sich sogar als besonders pilzresistent erwiesen: Die Schalen wurden kräftiger und die Beeren hingen lockerer. Auch die Reifeverzögerung von einigen Wochen konnten die verhagelten Lagen teilweise aufholen. So ergab sich hier übers Spätjahr eine leichte Relativierung der Schäden.

Die Hauptlesezeit verteilte sich für Burgundersorten und Gutedel über den ganzen Oktober. Der mancherorts extrem feuchte Herbst ließ nicht viel Zeit, jede Regenpause mußte genutzt werden. Binnen weniger Tage konnten kerngesunde Trauben in Edelfäule übergehen und erforderten dann besondere Sorgfalt bei der Lese. Ab der letzten Oktoberwoche war aber insgesamt keine weitere Verbesserung des Reifezustandes mehr zu erwarten. Die Laubwände stellten ihren Stoffwechsel ein und verfärbten sich zu der stimmungsvollen bunte Woge, die wir dieser Tage noch bewundern können.

Die Erträge waren – wo der Hagel nicht zugeschlagen hatte – im allgemeinen leicht überdurchschnittlich und werden knapp unter der angehobenen Höchstmenge von 100 hl/ha liegen. Die erzielten Mostgewichte waren im gros prädikatstauglich und dürften zu einem guten Angebot an Kabinettsweinen führen. Die Säurewerte der Moste werden dabei die Frucht schön unterstützen und uns frische und lebendige Weine bescheren.

So ist 2004 eben doch kein "Nachfolger" des Vorjahres: Er ist seine Ergänzung. Die 04er bringen allen Weinfreunden genau das, was 03 nicht hatte – und umgekehrt.

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Saisonbericht vom Weingut Ziereisen, Efringen-Kirchen

In Efringen-Kirchen ist es im Durchschnitt trockener, als im restlichen Markgräflerland – auch dieses Jahr machte sich das besondere Klima bemerkbar. Anders als im Norden der Region gab es hier auch keine Hagelschäden. Aus dem Herbstbrief des Weinguts:

"Das Weinjahr begann alles andere als optimal: Als die Reben zu blühen begannen, wurde es nochmal richtig kalt. Wir hatten Verrieselungsschäden zu beklagen und ein Teil der Blüte wurde nicht befruchtet. Positive Folge: Eine durchaus willkommene natürliche Ertragsreduzierung zugunsten der Traubenqualität. Der nun folgende, ausgesprochen trockene Sommer mit extrem wenig Niederschlag machte uns zwar Sorgen, blieb aber im nachhinein ohne negative Folgen. Im Gegenteil: Gerade die roten Sorten, allen voran die "Diva", der Blaue Spätburgunder, bekamen dicke Beerenschalten mit fast schwärzlicher Farbe bei gleichzeitig großzügig bemessenem Zucker, Extrakt und reifer Säure. Anfang August kam der Regen dann doch: Petrus berieselte uns mit fast 100l/qm in nur 1 Woche. Der September zeigte sich einmal mehr als typisch für die Region: Sonnige, bis zu 28°C warme Tage wechselten sich mit bis zu 5°C frischen Nächten ab. Dieses Wechselspiel ist für unser Sortenspektrum mit deutlichem Schwerpunkt bei den Burgundern optimal, denn es führt zu geradezu expressiven Fruchtaromen."

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Botschafter
Winzer-Porträt: Herrmann Dörflinger, Müllheim

Wenn man außerhalb unserer Region die Worte "Markgräflerland" und "Gutedel" fallen läßt, gibt es zwei häufigste Reaktionen. Die eine: ein fragender Blick. Die andere: Ah ja, Dörflinger. Wie wohl kein anderes hat das Weingut Dörflinger über Jahrzehnte das Markgräflerland und den Gutedel nach außen repräsentiert. Seine Erzeugnisse finden sich auf Weinkarten in ganz Deutschland, und der Name ist ein Qualitätsbegriff.

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Termine

21. 11.
Offener Winzerkelle
r
WG Britzingen

25. - 27. 11.
Weihnach
tsdegustation 2004
Weingut Ziereisen, Efringen-Kirchen
Donnerstag, 25.11.2004, von 17 bis 21 Uhr
Freitag, 26.11.2004, von 17 bis 21 Uhr
Samstag, 27.11.2004, von 14 bis 18 Uhr

Vormerken:

28. Februar 2005
2. Markgräfler Burgundertag

Waldhotel Sulzburg
Thema: Weißburgunder

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